Bereits zum zweiten Mal fand in München ein TEDx Event, ein Veranstaltungsformat zur Verbreitung von Wissen und Ideen, statt. TED, die Innovationskonferenz, die ursprünglich aus den USA kommt, hat sich dem Motto „Ideas Worth Spreading“ verschrieben. TED steht dabei für Technology, Entertainment und Design. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in New York bietet innovativen Ansätzen und Ideen von inspirierenden Rednern aus allen Bereichen unserer Gesellschaft eine globale Plattform.

TEDx Events sind lokale und unabhängig organisierte Konferenzen. Die Organisatoren der diesjährigen
TEDxMünchen am Samstag, den 29.11.2014, im Residenztheater waren Stephan Balzer von red onion,
Gregor Wöltje und Florian Zibert von der Agentur Zibert+Friends.

Mit dem Motto „At Second Glance/Auf den zweiten Blick“ hatte sich die TEDxMünchen diesmal zum Ziel gesetzt gemeinsam mit den Sprechern unter die Oberfläche zu gehen und tiefer zu graben. Vorurteile sollten hinterfragt und Altbekanntes neu entdeckt werden. Auf Details achten, die bis jetzt übersehen wurden, Dinge durch die Augen anderer betrachten, den Blickwinkel wechseln und dann wieder wechseln und dabei Ernstes im Komischen und Komisches im Ernsten und am Ende sogar neue Seiten von München entdecken waren weitere vielversprechende Ziele dieser Veranstaltung.

In meinen Augen sind die Ziele der TEDx absolut aufgegangen. Mich persönlich hat die inspirierende Mischung aus innovativen, amüsanten und aber auch nachdenklich stimmenden Vorträgen von zum Teil internationalen Sprechern und Sprecherinnen derart in den Bahn gezogen, dass ich bis zum finalen Schluss der Veranstaltung geblieben bin. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Daneben bot die Veranstaltung in den Pausen prima Gelegenheit zum Netzwerken mit anderen Teilnehmern und Speakern. Das Residenztheater als Location fand ich sehr passend, da es einen kreativen Rahmen bot.

Und tatsächlich habe ich in den bewegenden aber zugleich unterhaltsamen Vorträgen von Jürgen Altmann, dem Besitzer der Münchner AromaKaffeebar, der das Projekt SHADES OF LOVE ins Leben gerufen hat, oder der jungen Frau Zulayat, die 1999 mit 11 Jahren als Flüchtling in München ankam und heute an der HFF studiert, vollkommen neue Seiten von München kennengelernt.